WOHER KOMMT DER NAME MOLLENHAUER?

Hat er vielleicht etwas mit Dur und Moll zu tun?
Nein, eigentlich nicht.

Dieser Name begegnet uns, insbesondere in Norddeutschland, auch in ähnlicher Form, z.B. als Moldenhauer oder Muldenhauer. Letzterer weist auf ein längst vergessenes Handwerk hin, dem Hauen von „Mulden“. Das waren große Wannen aus Holz, in denen früher der Bäcker den Brotteig ansetzte und knetete oder der Metzger seinen Wurstteig mengte.
Wie wurden solche Mulden hergestellt?
Der Muldenhauer sägte zunächst einen frisch geschlagenen Baum, z.B. einen Ahornbaum, der Länge nach am Kern entlang mittig auf, schnitt sich von einer solchen Baumhälfte ein Stück ab und hieb dann mit einem gerundeten, axtartigen Werkzeug, der so genannten „Muldenhaue“ (norddeutsch, „Dexel“ süddeutsch) das Innere der Stammeshälfte muldenförmig heraus. Daher sein Name, der sich nach und nach sprachlich in MOLLENHAUER verwandelte.
Vielleicht haben ja Dur und Moll dabei ein wenig nachgeholfen.....